Wiedersehen macht Fahrfreude
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Wiedersehen macht Fahrfreude: das »Porsche Vehicle Tracking System«

Die sicherste Methode, Ihr Auto vor Diebstahl zu schützen? Das ist und bleibt der Kauf eines Minivans – den will schließlich keiner. Wer trotzdem lieber Porsche fährt, der sollte zumindest die alten Klassiker nachrüsten.

Text: Alexander Morath Foto: Porsche 28.01.2019 5 min

Sie besitzen einen Minivan, bestenfalls sogar ein eher semi-renommiertes Fabrikat mit runzlig-vergilbtem Baby-an-Bord-Aufkleber an der Heckscheibe?
Leider nein? Leider gar nicht? Nun, dann haben Sie auch keinen modellbedingten Diebstahlschutz!

Wiedersehen macht Fahrfreude

Denn während Ganoven Autos vom eingangs beschriebenen Typ keines Blickes würdigen, werden deren Augen beim Anblick kostspieliger deutscher Premium-Modelle umso größer. Das gilt nicht nur für SUV. Sondern leider auch für einen so zeitlos schönen Sportwagen wie den Porsche 911, der auf Diebe nun mal mindestens ebenso anziehend wirkt wie auf den eigentlichen Besitzer. Bei Porsche setzt man daher auf ein umfangreiches Sicherheitssystem.

Wiedersehen macht Fahrfreude

Aber was passiert mit Klassikern, deren Erstzulassung in eine Zeit fällt, in der die digitale Diebstahlsicherung so fremd und unvorstellbar schien wie der Glaube, dass ein luftgekühlter Boxermotor jemals von einer anderen Antriebstechnologie abgelöst werden könnte? Nun, solche Modelle rüstet man bei Porsche dann einfach nach.
Und zwar mit dem »Porsche Vehicle Tracking System«, das vom 356 bis hin zum Carrera GT sämtliche Porsche Klassiker ins digitale Zeitalter der GPS-Überwachung überführt.

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Dafür wird ein Sender an einer unzugänglichen Stelle im Auto angebracht, der wiederum ein Alarmsignal auf Ihr Handy überträgt, sobald Ihr Porsche unberechtigt bewegt oder die Batterie abgeklemmt wird. Als zweite Kontrollinstanz folgt ein Anruf aus dem Security Center, das im Ernstfall auch die Kommunikation mit der nächstgelegenen Polizeistelle übernimmt.

So weit, so effektiv.

Wem jetzt immer noch bange um seinen Porsche ist, der klebt sich einfach einen Baby-an-Bord-Aufkleber ans Heck und beherzigt nachfolgende Tipps.

Wiedersehen macht Fahrfreude

1.) Das Auto an einem sicheren Ort abstellen. Der vermutlich sicherste Ort ist dabei eine Scheune. Schließlich würde an einem so unscheinbaren Platz niemand einen Schatz vermuten. Bisweilen nicht einmal der Besitzer selbst, wie die sogenannten Scheunenfunde in verlässlicher Regelmäßigkeit beweisen.

Nachteil: Das Fahrzeug steht über Jahrzehnte nicht zur Verfügung.
Vorteil: Je sensationeller der Scheunenfund, desto größer die Wertsteigerung.

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2.) Zusätzliche mechanische Sicherungen wie die Gangschaltungssperre der Berliner Firma Bear-Lock. Diese wird hinter der Konsole eingebaut und ist mit sogenannten Abreißschrauben gesichert. Heißt: Soll die Sperre mit Gewalt entfernt werden, reißt die Schraube, der Dieb hat es noch schwerer.

Vorteil: Praxisgetestet durch echte Autoknacker. So konstatiert etwa ein gewisser Tobias T., von der BILD als »Mastermind der Autodiebe« betitelt, folgendes: »Das Einzige, was hilft, sind abschließbare mechanische Schaltsperren.«
Nachteil: Wenn sich ein Spatzenhirn am geliebten Porsche versucht, wird er sämtliche Verkleidungen, Kabelstränge und Schalter schwer beschädigen, um überhaupt an die Schaltsperre zu gelangen.

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3.) Auf »Made in Germany« verzichten: 75 Prozent der in Deutschland gestohlenen Autos sind deutsche Fabrikate. Wer also auf Fahrzeuge anderer Herkunftsländer zurückgreift, verringert das Diebstahlrisiko.

Vorteil: Minivan-Baby-an-Bord-Aufkleber-Effekt inklusive.
Nachteil: Es gibt keinen nicht-deutschen Porsche.

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4.) Die Bundeshauptstadt meiden: »Ich will nicht nach Berlin«, hatten schon die Herren von Kraftklub auf ihrem Debütalbum äußerst erfolgreich intoniert. Damit sprachen die Chemnitzer vermutlich Millionen von Porsche Besitzern aus dem Herzen. Denn mit 4.620 gemeldeten Autodiebstählen im Jahr 2017 kommen in der Bundeshauptstadt im Verhältnis zu den Einwohnern mehr Fahrzeuge abhanden als irgendwo sonst.

Vorteil: Man muss schon nicht in Berlin im Stau stehen.
Nachteil: Egal, was Kraftklub singt. Berlin ist immer noch die coolste Stadt Deutschlands.

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5.) Aufmerksam das Fahrzeug verlassen: Die Polizei-Beratung rät, auf Personen mit Aktenkoffern oder Fotoapparaten zu achten. Erstere könnten unterwegs sein, um Funksignale von Keyless-Komfortsystemen abzufangen, Zweitere, um lohnenswerte Objekte für den nächsten Auftragsdiebstahl abzulichten.

Vorteil: Wer dem Feind ins Auge blickt, erkennt die Gefahr rechtzeitig und kann sich damit auseinandersetzen.
Nachteil: Die Zahl der Geschäftspartner und fotografierenden Freunde könnte rapide abnehmen.

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