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Surfin' Sylt

911 Arten, eine Welle zu reiten: Vergangenes Wochenende lockte das Petro-Surf wieder Porsche- und Surfliebhaber der ganzen Welt auf Deutschlands bekannteste Insel. Aber wo findet man sie eigentlich, die perfekte Welle? Das und vieles mehr erfahrt ihr in unserem Sylt-Surf-Guide.

Text: Marko Knab Foto: Porsche 08.07.2019 2 min

Die perfekte Welle? Ist natürlich grün! Was am Steuer eines Porsche allerdings den optimalen Ampel-Zustand beschreibt, hat beim Wellenreiten eine andere Bedeutung: gemeint ist in diesem Fall nämlich jener Teil der Welle, der noch nicht gebrochen ist. Wie – nicht gewusst? Nicht schlimm. Dafür gibt’s schließlich unseren Surf-Guide.

Tradition:

Seit Anfang der Fünfzigerjahre gehört das Surfen zu Sylt wie die Curry Wurst zur Sansibar. Verantwortlich dafür ist vor allem Uwe Behrens, der mit einer Handvoll Freunden 1966 den Surf Club Sylt aus der Taufe hob und damit das Surfen als Sportart überhaupt erst nach Deutschland brachte. Mit Glück trifft man die Legende auch heute noch am Strand vor Kampen. Allerdings nicht beim Surfen, sondern eher beim Mau-Mau spielen.

Safety first?

Gilt auch beim Surfen! Wie an Land ist der Verkehr auch auf den Wasserstraßen klar geregelt. Vorfahrt hat demnach immer derjenige, der sich am nächsten zum brechenden Teil der Welle befindet. Gleiches gilt, wenn jemand seinen Ride schon begonnen hat. Abstandsregler gibt es am Brett zwar keine, dafür gebührt es der gute Ton, stets zwei Meter Platz zum Hinter- oder Vordermann zu lassen.

Hotspots zum Abkühlen:

Anfänger können bei Niedrigwasser gut an der K4 nahe Hörnum durchs Wasser gleiten. Fortgeschrittene sind dagegen am Brandenburger Strand bestens aufgehoben; hier steigen zudem regelmäßig Wettbewerbe. Ein anderer Hotspot ist Kampen, wo sich die Buhne 16 und die Sturmhaube befinden.

Endless Summer?

Nicht ganz. Gesurft werden kann auf Sylt zwischen Ende April und Ende Oktober – wenn die Wassertemperatur auf über 10 Grad Celsius steigt. Wellen und der Wind sind gegen Ende der Saison am besten. Aber Obacht: Wetter und Gezeiten sind wechselhaft!

Boarding-Time:

Der Dachträger ist kein Stilbruch, sondern Pflichtausrüstung, zumindest wenn man Bretter aller Arten transportieren will. Wem der Anblick trotzdem missfällt, der macht’s wie Ronald Szasszer und transportiert das Board im offenen 356 Speedster.