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Strahlend schön: Invisible House

Chris Hanley hält uns wieder den Spiegel vor: dieses Mal aber nicht als Produzent des Films »American Psycho«, sondern als Mitverantwortlicher für das Invisible House in Joshua Tree.

Text: Alfred Rzyski Foto: Referred by Ruby 23.06.2020 3 min

Wenn der Produzent eines Horrorfilms sich in die Architektur wagt? Dann ist das Endergebnis in keiner Weise erschreckend, sondern eher ästhetisch ansprechend. Beweist das »Invisible House« von Designer Tomas Osinsk und Filmproduzent Chris Hanley, der schon am Set von »American Psycho« wirkte. Zusammen haben beide nämlich ein extravagantes Gebäude entworfen, das in Joshua Tree mit seiner komplett verspiegelten Fassade an einen Wolkenkratzer erinnert. Der entscheidende Unterschied zu Hochhäusern liegt aber sprichwörtlich in der Orientierung des Gebäudes – denn das »Invisible House« dehnt sich in der Länge, nicht in der Höhe aus.

Das erweist sich aber keineswegs als Nachteil: Durch die ungewöhnliche Bauweise bietet das »Invisible House« auf 511 Quadratmetern nicht nur Platz für drei Schlafzimmer, sondern auch für einen 30 Meter langen Pool und einen zentralen Raum im Inneren. Und eine Einrichtung, die sich passend zur äußeren Form ebenfalls minimalistisch zeigt: Es dominieren helle und klare Farben wie Weiß und Beige, die die Umgebung ebenfalls widerspiegeln. Neben der Stilsicherheit zeigt sich das Gebäude aber auch nachhaltig: Auf dem Dach befinden sich Solarzellen, die die Unterkunft mit Strom und Warmwasser versorgen.

Bleibt eigentlich nur noch die Frage offen, wie viel die Unterkunft kostet. Einen Kaufpreis im klassischen Sinne gibt es dabei nicht, das Gebäude kann aber gemietet werden. Für nicht weniger als 5.000 Dollar pro Nacht bei einer Buchungsdauer von mindestens zwei Nächten. Wem das zu viel ist, der kann sich auch stündlich einmieten: Dann fallen »nur« 1.000 Dollar an. Wir finden ja: Trotz des ambitionierten Preises ist das »Invisible House« alles andere als ein hausgewordener Horrorfilm. Sondern vielmehr eine »American Beauty«.

Laut seinen Betreibern eignet sich das Gebäude gleichermaßen als Location für Film- und Fotoaufnahmen wie als Übernachtungsmöglichkeit, die zum Beobachten des Sternenhimmels einlädt. Mietanfragen sind über die eigene Website, aber auch über »Referred by Ruby« und »Peerspace« möglich.