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Spinzi Design: »Dieses Auto ist wie eine Skulptur!«

Wie ein Innenarchitekt und Möbeldesigner seinen Loft gestaltet? Natürlich zeitlos. Für Tommaso Spinzi bedeutet das aber nicht nur elegante Möbel, sondern auch ein 911 G-Modell als Einrichtung. Über den Geschmack des Mailänders muss man also nicht reden. Über den Elfer als Einrichtungsgegenstand dagegen schon – am besten in einem Interview.

Interview: Marko Knab Foto: Antonio Mocchetti 10.06.2020 4 min

Hallo Tommaso! Wie kommt man auf die Idee, sich ein 911 G-Modell ins Haus zu stellen?

Tatsächlich kam mir die Idee recht spontan. Mein Loft soll ja meine Interessen widerspiegeln – da war es an sich dann logisch, auch eines meiner »Spielzeuge« hineinzupacken. Ich mag zeitlos elegante Linien und Gegenstände, die sie tragen. Und dieses Auto ist da wie eine Skulptur!

Der Elfer trägt ja auch noch ein Kennzeichen. Fährst Du ihn noch? Oder ist er zum reinen Einrichtungsgegenstand geworden?

Natürlich fahre ich ihn noch. Tatsächlich muss ich nur einige Möbelstücke verrücken, um herauszufahren. Nächste Woche ist das zum Beispiel wieder der Fall: Dann bin ich am Comer See und kümmere mich um eine Galerie, in der ich einige meiner Möbeldesigns ausstellen werde. Eine super Gelegenheit, das Auto auf den schönen und kurvigen Straßen rund um den See auszufahren!

Was macht gutes (Interior) Design aus?

Es muss Kraft ausstrahlen und den Lebensstil des Bewohners widerspiegeln. Gleichzeitig sollte es aber auch intelligent und elegant genug sein, damit es auch andere ansprechend finden. Vor allem aber sollte es zeitlos sein, damit es eine nachhaltige Wirkung auf die Menschen hat. Dann tut es ihnen auch gut, bin ich überzeugt.

Du hast gerade gesagt, Du möchtest mit Deiner Arbeit den Lebensstil Deiner Kunden widerspiegeln. Was verraten uns Dein persönlicher Loft und der Porsche über Dich?

Mein Loft ist recht einfach gesagt ein Raum für alle meine Leidenschaften. Und das sind Autos, Interior Design und Spielzeuge für große Jungs! Er ist ein Spiegelbild meiner Identität. Genau diesen Ansatz wähle ich auch, wenn ich für Kunden arbeite. Es geht um die Passionen der Leute, die später in diesen Räumen leben. Und darum, diese mit einem künstlerischen Anspruch zu verbinden.

Du setzt dabei auf viel Weiß: Gibt es einen besonderen Grund dafür?

Nein, das hat an sich keinen speziellen Grund. Ich mag Weiß genauso gerne wie Schwarz – und alles, was dazwischen liegt. Weiß hat aber den entscheidenden Vorteil, dass es wie eine leere Leinwand ist. Ich kann es so leichter an meine zukünftigen Projekte anpassen. Wie in meinem Loft: Da habe ich einige Wände inzwischen in Dunkelgrün gestrichen. Wie sich der Raum dabei stetig verändert, zeige ich dann auch auf meinen Instagram-Kanälen @spinzidesign und @tomassospinzi.

Was glaubst Du, worin besteht der größte Unterschied zwischen Innenarchitektur und Automobildesign? Und worin die größte Gemeinsamkeit?

Der größte Unterschied? Für mich konzentriert sich Automobildesign hauptsächlich auf das Äußere, während sich Interior Design logischerweise auf das Innere fokussiert! (lacht) Aber Spaß beiseite, beides gehört zum persönlichen Lifestyle. Und das bringt mich zur Gemeinsamkeit: Dein Auto erzählt mir einiges über Dich – genauso wie Deine Einrichtung.

Gibt es dann auch so etwas wie einen Elfer unter den Möbelstücken?

Tatsächlich ja! Es gibt sogar einige Einrichtungsgegenstände, die in gewisser Weise ähnlich zum Porsche sind. Ein Beispiel dafür wären die Sofas, die hinter dem Elfer stehen. Sie sind von Tobia Scarpa designt und wurden von B&B Italia in den 1970er-Jahren produziert.

Was würde der Porsche fahrende Interior Designer eher wählen: im Zweifel lieber Speed oder Stil?

Schwierig! Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann wäre es wahrscheinlich der Stil.

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