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So was von geladen: Porsche und seine Turbo-Momente

Morgen stellt Porsche das Topmodell der aktuellen Elfer-Baureihe 992 vor. Das wird aller Voraussicht nach der neue 911 Turbo sein. Ein guter Grund, fünf der besten Turbo-Momente von Porsche zu betrachten. Ganz subjektiv aufgeladen.

Text: Marko Knab Foto: Porsche 02.03.2020 3 min

911 Turbo (Baureihe 930) (1974)

Großer Flügel, breite Spur: Der 930 gehört zu den Fahrzeugen, die das Bild der Zuffenhausener Sportwagen-Ikone besonders geprägt haben. Die erste Inkarnation des 911 Turbo ist dabei mit seinem besonders großen Heckflügel und dem mächtigen Boost bis heute noch legendär. Und markiert gleichzeitig auch den Startpunkt für eine Modelllinie, die sich bis heute fortsetzt.

Porsche 935/78 »Moby Dick« (1978)

Wir hatten keine Wa(h)l: In dieser Liste darf auch der 935/78 mit dem tierischen Spitznamen nicht fehlen. Einzug hält »Moby Dick« hier aber nicht nur wegen seiner geschwungenen Linien und der ikonischen Martini-Lackierung, sondern auch wegen seines Antriebs. Denn der zwangsbeatmete Sechszylinder liefert dank zwei KKK-Turboladern auch heute noch irrwitzige 845 PS.

McLaren TAG-Turbo »Made by Porsche«: (1984–1986)

Drei Formel 1-Weltmeistertitel im Turbo-Tempo: Zwischen 1984 und 1986 räumt Porsche mit Chassis-Partner McLaren und den Piloten Alain Prost & Niki Lauda alle Fahrertitel und zwei Konstrukteurswertungen ab. Auch dank dem als TAG TTE-P01 bekannten Antrieb. In der Leistung beschnitten findet das zunächst gut 800 PS starke Triebwerk aus Hans Mezgers Feder sogar den Weg in ein Einzelstück des straßenzugelassenen Porsche 930. Da sag noch einer, Formel 1-Technik sei nichts für die Straße.

919 Hybrid (2017)

2014 kehrt Porsche nach Le Mans zurück. Und wie: Mit dem 919 Hybrid gewinnt der Sportwagenhersteller von 2015 bis 2017 das große Rennen in Frankreich gleich dreimal hintereinander. Mit einem Turbomotor. So weit nicht ungewöhnlich. Eher ungewöhnlich dagegen die Bauform: Kein Sechszylinder-Boxer, sondern ein kompakter Zweiliter-Turbo- V4-Motor mit einer Leistung von 500 PS schiebt den 919 von Sieg zu Sieg. Mit freundlicher Unterstützung der 400 Elektro-PS an der Vorderachse natürlich.

911 Carrera (Baureihe 992) (2019)

Gut 22 Jahre nach dem Wechsel von Luft- auf Wasserkühlung folgt 2019 eine weitere große Umstellung beim 911: Erstmals ist der Turbo auch im Basismodell 911 Carrera erste Wahl. Und ersetzt das seit dem F-Modell im Einsatz gewesene Konzept des Saugers. Für manche fällt damit die letzte Bastion beim Elfer – und für alle anderen einfach nur die Zeit, die der Sportwagen von null auf hundert braucht: von 4,6 auf glatte vier Sekunden – wenn man denn das Sport Chrono Paket im 992 hat. Sonst sind es immer noch mehr als respektable 4,2 Sekunden.