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Sixpack der elektrischen Art: Formel E in Berlin

Am Mittwoch startet die Formel E in Berlin in ihre zweite Saisonhälfte. Die absolviert sie dabei komplett auf dem Tempelhofer Feld, wo auch in den vergangenen Jahren die Läufe der Rennserie stattfanden. Und zwar auf drei Strecken, in sechs Rennen und innerhalb von neun Tagen. Bei den etwas anderen Heimrennen ebenfalls wieder dabei: das TAG Heuer Porsche Formel E-Team.

Text: Alfred Rzyski Foto: Porsche 03.08.2020 4 min

Die Ausgangslage

Gib mir sechs: Genau so viele Rennen stehen in Berlin noch aus. Mindestens so viele Fahrer haben auch noch Chancen auf die Meisterschaft. Nach fünf Monaten Zwangspause und ebenso vielen Rennen in der bisherigen Saison soll am Mittwoch das große Finale der Formel E in Berlin starten. Während der Zwangspause traten die Formel E-Piloten unter dem Namen »Race at Home Challenge« von zu Hause aus im Simulator gegeneinander an. Sieger wurde Stoffel Vandoorne. Im Nachgang der Challenge verschob sich wiederum einiges auf dem Fahrermarkt: Ex-Porsche-Pilot Brendon Hartley verlässt Dragon, ihm folgt Sergio Sette Camara nach, René Rast ersetzt Daniel Abt bei Audi, der wiederum Ma Qinghuas Cockpit bei Nio333 übernimmt. Und bei Mahindra räumt Pascal Wehrlein sein Cockpit für Alex Lynn. Bei Porsche dagegen bleibt mit den Werksfahrern André Lotterer und Neel Jani alles beim Alten. Das gilt auch für die eigene Zielsetzung: Für das Finale peilt Porsche weitere Punkte und Podestplätze an.

Die Rennen

Sechs Rennen und drei Doppelveranstaltungen in neun Tagen (5. & 6. | 8. & 9. | 12. & 13. August) bedeuten, dass Berlin nicht nur eine absolute Sonderrolle in der sechsten Saison der Formel E einnimmt, sondern auch weiter einen einsamen Rekord hält: die deutsche Hauptstadt ist und bleibt die einzige Metropole, die in jeder Formel E-Saison im Kalender vertreten war. Und 2020 auch mehr als die Hälfte aller Saisonläufe stellt. Ebenfalls etwas Besonderes: der Tempelhof-Vorplatz, auf dem die Rennen ausgetragen werden. Nicht direkt in der Innenstadt, sondern auf dem Rollfeld des stillgelegten Berliner Flughafens gelegen, ist seine griffige Oberfläche auch eine besondere Herausforderung für die Reifen.

Die Strecken

Alles wie gehabt und doch ganz anders: Zwar bleibt das Layout für den ersten Doubleheader am 5. & 6. August gleich wie vergangenes Jahr, es wird aber im Uhrzeigersinn befahren – und damit andersherum als gewohnt. Zwei Tage später (8. & 9. August) ist dann auch die Fahrrichtung auf der 2,377 Kilometer langen Piste wieder bekannt. Für die beiden entscheidenden Finalläufe (12. & 13. August) werden die Karten komplett neu gemischt: Ab Kurve 4 ist die Rennstrecke deutlich technischer gestaltet und macht den zweiten Teil der Runde zur echten Prüfung für Fahrer und Fahrzeug, bevor im letzten Sektor wieder die beiden bekannten Haarnadeln vorhanden sind. Endergebnis: 16 statt der bisher zehn Kurven.

Fanboost

Obwohl die Berliner Rennen hinter verschlossenen Türen und somit ohne Fans stattfinden, bleibt das Fanboost-Modell dasselbe. Heißt: Bereits heute bis 15 Minuten nach dem Start am 5. August wird online darüber abgestimmt, wer sich während des Rennens über zusätzliche Energie freuen kann. Die fünf Fahrer mit den meisten Stimmen können nach der 22. Minute einen Extraschub von 100 Kilojoule freischalten – aber nur in einem Zeitfenster von bis zu fünf Sekunden. Um für die Porsche Fahrer abzustimmen, besucht man Website oder App der Formel E oder twittert die Hashtags #AndréLotterer #FANBOOST bzw. #NeelJani #FANBOOST.

Was? Wann? Wo?

Die ersten beiden Rennen (5. & 6. August) starten beide um 19 Uhr Ortszeit und dauern wie gehabt eine Stunde. Eurosport überträgt dabei beide Läufe live im Fernsehen und im eigenen Online-Angebot »Eurosport Player«. Anders ist das Finale in Deutschland Stand heute nicht zu verfolgen. Die Startzeiten der beiden folgenden Doubleheader (8. & 9. August, 12. & 13. August) stehen ebenfalls noch nicht fest, werden aber von der Formel E im Verlauf der Veranstaltung bekannt gegeben

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