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»Porsche Unseen«: geheime Designstudien

Unter dem Titel „Porsche Unseen“ veröffentlicht Porsche erstmals bislang geheime Designstudien aus den Jahren 2005 bis 2019. Der Sportwagenhersteller zeigt 15 spektakuläre Fahrzeug-Visionen. Damit gewährt Porsche einen exklusiven Einblick in seinen Designprozess – von der ersten Zeichnung bis zum fertigen Serienmodell.

Text: Porsche Newsroom Foto: Porsche 12.11.2020 4 min

Das zeitlose und innovative Design unserer Sportwagen begeistert Menschen auf der ganzen Welt“, sagt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. „Visionäre Konzept-Studien bilden die Basis für diesen Erfolg: Sie sind der Ideenpool für das Porsche-Design von morgen und verbinden unsere starke Tradition mit wegweisenden Zukunftstechnologien.“ Die bislang unveröffentlichten Designstudien stellt der Porsche Newsroom in einer Artikelreihe exklusiv vor. Das Web-TV Format 9:11 Magazin widmet ausgewählten Studien zudem einen Beitrag und beleuchtet gemeinsam mit Porsche-Chef-Designer Michael Mauer den Zusammenhang zwischen Studien und aktueller Serienmodelle. Für die Fans der Marke erscheint heute das Buch „Porsche Unseen“ im Verlag Delius Klasing. Interessierte Leser/innen erhalten hier einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen von Style Porsche. Einige der Studien werden später auch live zu bewundern sein: Das Porsche Museum integriert eine Auswahl der Modelle im Jahr 2021 in die Ausstellung.

Der Designprozess: von der ersten Zeichnung zum fahrbaren Prototyp

Der Designprozess beginnt mit einer Skizze. Diese wird im nächsten Schritt als 3D-Modell visualisiert. Sobald eine Idee weiterentwickelt werden soll, folgen kleine Modelle im Maßstab 1:3 und schließlich Hartmodelle im Maßstab 1:1. „Die virtuelle Welt ist der erste Schritt, aber gerade die unerwarteten Modelle muss man in der Realität erleben, um zu begreifen, wie klein, groß oder überraschend proportioniert ein Auto ist“, sagt Michael Mauer, Leiter Style Porsche. Im Gegensatz zur Entwicklung eines Serienmodells, bei der immer mehrere Modelle mit verschiedenen Stylingthemen entwickelt werden, entsteht bei Visionsprojekten zunächst immer nur ein Visionsmodell als Protagonist der zentralen Idee.

„Porsche betreibt bewusst nur ein einziges Designstudio – und zwar in direkter Nähe zur Entwicklung“, sagt Mauer. „Weissach ist unser Epizentrum. Statt Advanced Design Studios in den weit entfernten Metropolen Nordamerikas und Asiens zu eröffnen, kommen unsere Designer aus der ganzen Welt zu Porsche nach Weissach, um im Herzen der Marke die neuesten Seriensportwagen und Automobilvisionen zu kreieren.“ Im Porsche Design Studio arbeiten mehr als 120 Designer, Experten für Interieur, Exterieur, Farben und Materialien, Modellbauer, Modelleure und Studio-Ingenieure.

Die Designstudien: Auf Gedankenreise in die Zukunft der Mobilität

„Es geht bei unseren Visionen nicht darum, jedes Auto auf die Straße zu bringen. Sondern darum, Möglichkeitsräume aufzuspannen und eine Beziehung mit der Zukunft aufzunehmen“, sagt Michael Mauer mit Blick auf den Designprozess und ergänzt: „Es gibt zwei Möglichkeiten, sich als Marke weiter zu entwickeln: Entweder man verbessert seine Produkte aus der Gegenwart heraus, Schritt für Schritt. In diesem Prozess fällt es schwer, wirklich innovativ zu sein. Oder man lässt seiner Kreativität freien Lauf. Die Idee ist, gedanklich ins Übermorgen zu springen und sich von dort aus rückwärts zurück ins Morgen zu bewegen.“

Auf dieser Basis entsteht bei Porsche die Produkt- und Markenidentität, die langfristig das Erscheinungsbild aller Modelle prägt und sicherstellt. Die Designsprache für kommende Modelle entwickelt sich aus der langfristigen Vision. Übergeordneter Anspruch ist es, die Porsche-Design-DNA mit modernster Fahrzeugtechnik zu verknüpfen. Das sichert zum einen die Innovationsfähigkeit künftiger Porsche-Modelle, zum anderen eine evolutionäre Anknüpfung an die reichhaltige Historie.

Mehr dazu: Porsche Newsroom