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Porsche in den Vereinigten Staaten: Star-Spangled Renner

In den Vereinigten Staaten verändert sich aktuell einiges – auch bei Porsche. Zum Ende der IMSA-Rennsaison hat sich der Sportwagenhersteller nämlich werksseitig aus der Rennserie zurückgezogen. Dass diese Beziehungspause aber sicher nicht ewig dauern wird, dafür garantiert die gemeinsame Geschichte. Fünf große Momente von Porsche in den Staaten.

Text: Marko Knab Foto: Porsche 16.11.2020 3 min

911 Targa

Cabrios waren Anfang der 1960er-Jahre in den USA so eine Sache: Klar, sie bieten Frischluft und Freiheit – aber auch Angriffsfläche bei einem Unfall. Zwischen Detroit und Dallas ist die Skepsis plötzlich groß. Grund für eine Rolle rückwärts von Porsche? Nein – eher für einen Überrollbügel kopfwärts. Und damit eine Zuffenhausener Ikone, die ihre Wurzeln im Motorsport und in Amerika hat.

Brumos´ Erfolge in Daytona ´73 & ´75

Porsche und die USA gehören zusammen? Gilt für Porsche und die Rennstrecken in den USA auch. Bereits bei den zahllosen Clubrennen in den 1950er-Jahren beliebt, stockt Zuffenhausen in den folgenden Jahrzehnten noch weiter auf. Unter anderem in Daytona: Dort gewinnt nämlich das legendäre Team »Brumos Racing« mit einem 911 Carrera RSR gleich zwei Mal. Einmal 1973 und ein weiteres Mal 1975. Grund genug für Porsche, das Team 2019 mit einer Sonderlackierung zu ehren.

McQueen und Dean – Hollywood fährt Porsche

Dass so ein Porsche das Zeug zum Star hat, ist selbstredend. Und zwar gleichermaßen auf der Leinwand wie in den Privatgaragen von Hollywood. Zwei Pioniere sind dabei James Dean und Steve McQueen: Beide fahren nicht nur privat, sondern auch bei Rennen einen Porsche und setzen im Fall von McQueen sogar bei ihren Filmen (wie »Le Mans«) auf die sportlichen Fahrzeuge aus Deutschland.

RS Spyder dominiert die 2000er

Amerika, ein offener Porsche und viele Siege? Nein, die Rede ist nicht von den 1950er-Jahren, sondern von den frühen 2000ern. Und dem »RS Spyder«. Mit dem für die »American Le Mans Series« entwickelten Fahrzeug wagt Porsche erstmals seit dem Le-Mans-Sieger »911 GT1 '98« wieder den werksseitigen Einstieg in eine Rennserie. Die Bilanz für den wohl amerikanischsten Porsche aller Zeiten? Zwei Meistertitel (2006 & 2007) mit Penske und eine Menge Pokale. Als Zugabe gibt es 2008 und 2009 beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans ebenfalls Klassensiege.

Doppelsieg beim Abschied

Zum Abschied leise Servus sagen konnten die 911 RSR schon wegen des Sechszylinder-Boxers nicht. Dass sie sich stattdessen mit einer Sonderlackierung, einem Doppelsieg und damit auch dem dritten Erfolg in Serie aus der IMSA verabschiedeten? Selbstverständlich und nur angemessen. Genauso wie das kollektive Burnout, das alle RSR-Ausbaustufen der vergangenen Jahre vor dem 12-Stunden-Rennen in Sebring auf der Start-und-Zielgeraden hingelegt haben.