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Porsche in Daytona: Vollgas voraus und vorne dabei

Vor lauter Vorfreude auf das »GP Ice Race« in Zell am See die 24 Stunden von Daytona am vergangenen Wochenende verpasst? Kein Problem. Denn Fotograf Marcel Langer hilft mit seinen besten Porsche Bildern des Langstreckenklassikers dem Gedächtnis auf die Sprünge. Und sorgt so zusätzlich noch für eine optische Portion Motivation zur Wochenmitte.

Text: Marko Knab Foto: Marcel Langer 29.01.2020 2 min

Langstreckenrennen sind langweilig? Von wegen: Beide 911 RSR duellierten sich in Daytona über die gesamte Renndistanz untereinander, aber auch mit Autos der starken Konkurrenz aus München. Heraus kam so ein mehr als sehenswerter, schwäbisch-bayerisch-amerikanischer Thriller an der Spitze des GTLM-Feldes. Die Bilanz des Showdowns, der seinen Höhepunkt in der letzten Rennstunde hatte: zahlreiche Führungswechsel, hartes und faires Racing, aber vor allem ein verdientes Doppelpodium mit den Plätzen zwei und drei für Porsche.

Doppelt hält besser: Gilt für Fotos vom 911 RSR, aber auch für die Zuverlässigkeit der Zuffenhausener Boliden. Denn die beiden neu entwickelten GTs blieben während ihres ersten 24-Stunden-Rennens ohne Defekt. Perfekter Strategie und schnellen Boxenstopps sei Dank mischten sie im GTLM-Feld so nicht nur mit, sondern diktierten lange Zeit das Tempo. Und bescherten Porsche in der Herstellerwertung der IMSA-Serie den zweiten Platz.

Highlights auf, aber auch abseits der Rennstrecke: Dafür sorgte Zuffenhausen mit einem farblich zweigeteilten 911 GT1 Evo des Modelljahres 1997 von »Gunnar Racing«. Und dem turbobefeuerten 962 HR1 in Löwenbräu-Lackierung, den Le Mans-Sieger Al Hobert Ende der 1980er selbst einsetzte. Ebenfalls mit von der Partie: der GTP-962, der 1990 an der IMSA-Serie teilnahm und vom Leiterplattenhersteller Hudson gesponsert wurde.

Freie Fahrt: Mit besonders wenigen Gelbphasen in der Nacht und trockenen Bedingungen entpuppte sich die 2020er-Ausgabe des »Rolex 24« als Rekordrennen, bei dem der Distanzrekord fallen sollte. Waren es in der Topklasse der Prototypen am Ende ganze 833 Runden, konnten beide Werks-Porsche in der GTLM genauso respektable 786 Durchgänge abspulen. Wir sind sicher: So viele Umläufe hat nicht einmal das Riesenrad im Infield des Superspeedway geschafft.

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Marcel Langer