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Onassis Airtimes: Streetart.Motorsport.Revival. 2020

Auf einen »Carfreitag« müssen wir dieses Jahr tatsächlich wohl verzichten. Macht aber nichts, denn im Spätsommer wartet mit »Airtimes« von Onassis ein umso größeres Event auf die Porsche Community. Was es um das Treffen am 29. August auf dem Flugplatz Loemühle im nordrhein-westfälischen Marl zu wissen gibt, weiß der Organisator Tom Gädtke.

Interview: Jack Weil Foto: onassis events media team 07.04.2020 7 min

»Airtimes«: neue Perspektiven, Unbeschwertheit und gute Vibes. Darum geht es den Organisatoren mit ihrem Event am 29. August auf dem Flugplatz Loemühle. Vor sechs Jahren als Tunnelrun gestartet, will das Community-Event auch 2020 weiter Vollgas geben. Das Ziel der Macher, die wieder rund 300 Fahrzeuge und mindestens genauso viele Teilnehmer erwarten: der Porsche Community zwischen Outlaws, Weekend-Racern und Hobbyschraubern eine gemeinsame Plattform geben. Und eine angenehm-entspannte Atmosphäre zu schaffen, die weit weg von den Klischees der sonst üblichen Markentreffen ist. Schon das Plakat zur Veranstaltung signalisiert: »Wir sind anders!« Denn es ist kein einziges Auto darauf zu sehen. Das macht uns neugierig. Wir sprachen mit Tom Gädtke.

Das Plakat zu »Airtimes« zeigt einen Flugplatz in einem schönen Retro-Look. Aber wo sind die Autos?

Die Autos sollen ja dort hinkommen und das Rollfeld mit Leben füllen. (lacht) Im Ernst: Wir sind eine offene Community ohne festgelegte Codes, in der sich jeder frei entfalten kann. Gemeinsam haben wir unsere Leidenschaft für Porsche. Und hier zeigen wir den Ort, wo wir diese ausleben können. Natürlich wollen wir auch nicht zu viel verraten. Ein wenig Spannung steigert schließlich die Vorfreude.

In Ordnung: Wir sehen viel Asphalt und viel Freiraum mit einem Schuss Nostalgie. Gefällt uns in jedem Fall.

Danke. Wir sind mit dem Artwork auch sehr happy und ein bisschen stolz darauf. Die Umsetzung hat Moritz von @flat6high5 übernommen, wie auch in den vergangenen beiden Jahren schon. Wir haben telepathisch einen Weg gefunden, wie wir unsere Gedanken verschmelzen können. Das grenzt schon fast an Zauberei! (lacht) Aber Spaß beiseite, das Poster ist für mich der wichtigste Baustein für die Veranstaltung überhaupt. Wir reden hier über etwas, das erst in ein paar Monaten stattfinden wird. Es muss dem Betrachter auf den ersten Blick eine gute Vorstellung des Events vermitteln – und es soll vor allem auch Vorfreude wecken! Wenn Du von Asphalt, Freiraum und Nostalgie sprichst, denke ich, dass wir das ganz gut hinbekommen haben.

Was können die Teilnehmer denn genau erwarten?

Die Idee, einen Flugplatz für eine Veranstaltung zu nutzen, ist ja nicht neu. In den 1960ern waren Flugplatzrennen mit Beteiligung von Porsche allgegenwärtig. Und auch in der Neuzeit haben Flugplätze immer mal wieder für Veranstaltungen herhalten dürfen. Ich denke, dass unsere Veranstaltung davon lebt, aus den gegebenen Möglichkeiten einfach mal etwas anderes und Besonderes zu machen. Darin waren wir in den vergangenen Jahren immer ganz gut, glaube ich. Eine Premiere in diesem Jahr ist natürlich, dass der Ort der Veranstaltung zum ersten Mal öffentlich kommuniziert wird. Das bringt für uns vor allem viele organisatorische Vorteile. Zudem sind wir auch in meiner Heimat – das freut mich ganz besonders.

Kannst Du schon was zum Eventablauf sagen?

Ja und nein. Das Rahmenprogramm wird auch in diesem Jahr nur in Teilen im Vorfeld kommuniziert – und auch nur an die bereits angemeldeten Teilnehmer. Wir werden jedem wieder ein paar kleine Aufgaben an die Hand geben. Überraschung ist ja bekanntlich Trumpf. Was ich aber verraten kann: Wir brauchen das gesamte Flugplatzgelände als Auslauf. Und wir planen, den Abend bei hoffentlich bestem Wetter als laue Sommernachtsparty enden zu lassen. Vor allem wollen wir aber der Community wieder mit der Hilfe unserer Partner einen unvergesslichen Tag bieten!

Wer darf teilnehmen?

Jeder, der sich auf dem Event wohlfühlt! Das ist natürlich für Leute, die noch nie da gewesen sind, nicht wirklich aufschlussreich. (lacht) In anderen Worten: Uns ist einfach sehr wichtig, dass wir eine gesellige Truppe sind – und kein Ort für Menschen mit zu großen Egos. Es gibt keine »besten Plätze« und keine Awards. Wir sind keine Tuningshow und es geht auch nicht darum, wer das geilere Auto hat. Unsere Teilnehmer sind bunt gemischt: jung und alt, weiblich und männlich. Allesamt vereint sie die Liebe zur Marke Porsche und das Interesse an den Menschen um sie herum. Bei uns sind schon viele echte Freundschaften entstanden. Und die sind interdisziplinär – denn bei uns sind wirklich alle Bauformen der Porsche Historie anwesend und gern gesehen.

Wie kommt man an Tickets für Airtimes?

Die Tickets sind ausschließlich online und im Vorverkauf erhältlich: Man sollte sich beeilen, um sich noch einen der Plätze zu sichern. Wir haben mit unseren bisherigen Teilnehmern eine sehr treue Community. Aus diesem Grund bekommen diese Teilnehmer auch immer eine bevorzugte Behandlung, wenn es um Tickets geht. In diesem Jahr war es trotz der aktuellen Situation dasselbe Bild wie in der Vergangenheit: Der Großteil ist bereits vergriffen, was mich natürlich sehr freut!

Eine Veranstaltung in den Zeiten von Corona zu verkünden, ist schon optimistisch. Wie geht ihr im Orga-Team damit um?

Uns hat das Thema natürlich genauso wie alle um uns herum kalt erwischt. Die Vorbereitungen zu Airtimes haben ja bereits im vergangenen Jahr begonnen. Zu dieser Zeit war an solche Dinge gar nicht zu denken. Deshalb haben wir intern in den letzten Wochen auch eine Vielzahl von möglichen Szenarien durchgespielt. Alle hatten dasselbe Ergebnis: Die Veranstaltung wird stattfinden! Sollten wir in knapp fünf Monaten aufgrund der Pandemie noch immer nicht in der Lage sein, eine Veranstaltung durchzuführen, hält uns das trotzdem nicht auf. Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit für einen Ausweichtermin oder eine alternative Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt. Das ist unser Notfallplan, den alle beteiligten Partner und sogar die Behörden und die Location mittragen. Für unsere Community gilt: Wir sind kein Musiker, der noch ein letztes Mal zur Welt-Tournee auf eine Bühne kommt. Wir sind eine Bewegung, die man nicht aufhalten kann! (lacht)