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Ist das Kunst oder kann das weg(fahren)?

Im Oktober feiert das Museum of Modern Arts in New York seine Neueröffnung. Performative Kunst, Events und die bisherige Sammlung sollen in modern interpretierter Bauhaus-Architektur eine neue alte Bleibe finden. Passenderweise dabei: ein Porsche. Wir finden: Da könnte ruhig ein zweiter dazukommen.

Text: Marko Knab Foto: MoMA 15.07.2019 2 min

Kunst: kann Malerei, aber auch Architektur oder sogar ein Auto sein. Ist aber in jedem Fall Handwerk. Beweis gefällig? Liefert das Museum of Modern Art (MoMa) in New York. Seine Architektur und Sammlung vereinen alle Aspekte der Kunst in sich – unter den Exponaten befindet sich auch ein zeitloser Ur-911 aus dem Jahr 1965. Nicht überraschend, finden wir. Mit seiner ikonischen und klaren Form fügt er sich perfekt in die offene und reduzierte Gestaltung der Ausstellungsräume ein. Dabei gelten in New York die gleichen Werte wie in Zuffenhausen: Schlichte Eleganz trifft auf zeitloses Design und vermengt sich mit einem Blick für die aktuellen Diskurse. Dieses Jahr bedeutet das aber auch: Alles neu macht der Herbst.

Das Museum im Big Apple inszeniert dabei sich und seine Sammlung neu: Wenn am 21. Oktober seine überarbeiteten Räume wiedereröffnen, dann bietet die Ikone im Herzen New Yorks mehr Raum, mehr Perspektiven, mehr Exponate. Aktuelle Entwicklungen verhandelt es dann interdisziplinär und intermedial, ordnet bestehende Exponate neu und innovativ. Kurz gesagt: mehr Inspiration, mehr Klarheit.

Und Porsche? Bietet sein erstes vollelektrisches Auto an, den Taycan. Und der dürfte ein ernsthafter Anwärter auf den Einzug in die Sammlung des MoMa sein. Von dem, was bisher an Design-Skizzen veröffentlicht wurde und eine Porsche-typische, elegante Designsprache erwarten lässt, hätte er zusammen mit der bereits jetzt viel gelobten Performance auf jeden Fall alle Anforderungen für eine Aufnahme in die Sammlung erfüllt.

Bleibt noch die Gattungsfrage offen: Wird der Taycan als Design-Ikone eher zeitgenössische Kunst sein oder mit seiner Leistung von über 600 PS doch performative Kunst? Wir glauben: beides.

© Porsche