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Klare Vision: der Koonya Pavillon

Visionär bauen und die gewohnten Konventionen in der Architektur ändern? Da braucht es einen klaren Plan, verlässliche Partner und ein passendes Stück Land. Gut, wenn sich wie beim »Koonya Pavillon« auf Tasmanien alles ganz von selbst ergibt.

Text: Jack Weil Foto: Presse 10.11.2020 2 min

Undurchsichtigkeit kann man den Architekten bei Room 11 nicht vorwerfen. Mit dem »Koonya Pavillon« bringen sie die Sache mit der Transparenz nämlich noch mal auf ein ganz neues Level – und fertigen einfach alle Wände aus Glas. Außergewöhnlich ist bei der minimalistisch gehaltenen Unterkunft auf Tasmanien aber nicht nur das Aussehen – auch das Konzept und die Entstehungsgeschichte sind besonders. Während einer Radtour stoppt nämlich der spätere Architekt Thomas Bailey am späteren Standort und bewundert die Landschaft. Dass am nächsten Tag der Besitzer exakt dieses Geländes bei Room 11 anruft und über die Bebauung sprechen will? Kompletter Zufall – aber ein ausgesprochen glücklicher.

Schnell wissen Auftraggeber und Architekt gleichermaßen: Etwas Besonderes soll entstehen. Oder wie Bailey den Kontakt beschreibt: ein »intuitives Aufeinandertreffen von gleichgesinnten Menschen«. Die Zielsetzung ist dabei einfach wie anspruchsvoll: Der Pavillon soll sich nicht nur in die Landschaft einfügen, sondern eine direkte Verbindung zwischen Bewohner und Umgebung herstellen. Ebenfalls auf der Liste: das Spiel mit den Konventionen der Architektur. Anstatt klassischer Wände als Schutz dient nämlich die Landschaft als natürlicher Schirm, kombiniert mit dem massiven Boden und dem klassischen Dach. Dass die Bewohner dabei auch noch wie für tasmanische Ferienhäuser typisch »drinnen draußen sein« können? Eine willkommene Zugabe, ganz klar.