All translations for this page: Other translations for this page:

Targa Shooting: »Freestyle ist für mich die beste Art«

In München? Steht ein Hofbräuhaus. Manchmal fährt dort aber auch ein Targa rum. Genauer: ein Targa aus dem Jahr 1979, zugelassen auf Sebastian Toddenroth. Für seinen letzten Drive durch die bayrische Landeshauptstadt hat sich der Automobildesigner jetzt Verstärkung gesucht und diese in Form des Fotografen Sebastian Hofmann gefunden. Das Ergebnis: eine Bilderstrecke, die über den Rand des Weißbierglases hinausschaut und die Dynamik eines jungen, modernen Münchens aufzeigt. Wir haben mit dem 25-jährigen Fotografen und Filmemacher aus Kempten über das Shooting gesprochen.

Interview: Alexander Morath Foto: Sebastian Hofmann 09.09.2019 2 min

München, Innenstadt. Viele Leute. Volle Straßen. Wie fotografiert man unter solchen Bedingungen?

Unter solchen Bedingungen bewegt man sich sehr frei, man achtet prinzipiell nur auf das Motiv – und sollte schauen, dass man nicht überfahren wird. Aber es macht enorm viel Spaß, sich ins Getümmel zu stürzen.

Wie würdest Du Deine Arbeitsweise beschreiben: Freestyle oder systematisch nach Plan?

Beim Shoot mit dem Targa war alles Freestyle. Das ist für mich die beste Art, stimmungsvolle Aufnahmen zu machen. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Auftragsarbeiten, bei denen nach Plan vorzugehen ist.

Dein persönliches Highlight des Shootings?

Die Aufnahmen am Bahnwärter Thiel waren spaßig. Coole Location und krasse Leute, die Kombination hat’s gemacht.

Welches Foto ist Dein Favorit?

Die Aufnahme zwischen den Toren mit den Graffiti bringt für mich alles zusammen: Kunst, alternativer Lebensraum, dazu der Porsche Targa. Hier kommt für mich all das zusammen, was das Lebensgefühl Porsche ausmacht.

Ist ein Porsche ein dankbares Motiv?

Wenn man ein Porschenarr so wie ich ist, dann gibt es nichts Besseres. Blickt man auf die Automobilwelt, dann ist Porsche einfach die Marke, die mich am meisten bewegt: so viel Leidenschaft, so viel Perfektion, so viel Emotion, was das Fahren angeht. Das macht jeden Porsche zu einem »dankbaren Motiv«!

Was macht für Dich das perfekte Foto aus?

Es gibt kein Rezept für das perfekte Bild, aber es gibt Bilder, die sieht man länger an, weil sie etwas vermitteln, sie fesseln den Betrachter, und das macht für mich ein gutes Foto aus.

Wie wichtig ist die Location?

Die Location ist meist nicht so wichtig wie die Emotion, die das Bild vermittelt – aber für manche Arbeiten braucht es eine Location, die für sich spricht. Also kann man schon sagen, dass die Location eine große Rolle spielt. Aber das kommt eben auf den Auftrag an.

Wie bist Du zur Fotografie gekommen?

Ich habe früher mit meinen Freunden beim Skaten Fotos und Videos gemacht. So kam irgendwann das eine zum anderen: Ausbildung angefangen, dann die Kunden bekommen. Angefangen habe ich bereits mit 13 Jahren.