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»Bei mir musste es immer ein Porsche sein«

Am 29. August rollt »Playmobil – der Film« in die Kinos. Dort sagt Top-Spion Rex Dasher dem Bösewicht Imperator Maximus den Kampf an – am Steuer seines hypermodernen Agentenautos Porsche Mission E. Warum der Protagonist die Marke aus Zuffenhausen fährt und ein elektrischer Porsche nicht nur etwas für Filmhelden, sondern auch für Filmemacher ist? Verrät uns Regisseur Lino DiSalvo im exklusiven Interview.

Interview: Marko Knab Foto: Porsche 08.08.2019 4 min

Herr DiSalvo, in Ihrem Film spielt das Porsche Fahrzeug Mission E eine Hauptrolle. Wie kam es dazu?

Das weiß ich noch genau: Ich war mitten in Los Angeles unterwegs und entdeckte in einem Buchladen am Straßenrand dieses Automagazin mit dem Porsche Mission E auf dem Cover. Das hat mich gleich fasziniert. Ich musste einfach anhalten und es mir genauer anschauen. Ich wusste sofort: das ist es! Das erste supercoole elektrische Agentenauto für unseren Spion. Wir entwickelten damals nämlich gerade die Figur unseres Agenten Rex Dasher. Mit dieser Idee ging ich zu Porsche. Und alle fanden es super. Ich meine, ich hätte zu jeder anderen Marke gehen können …

… Sie aber gingen zu Porsche. Was macht die Marke für Sie so besonders?

Lassen Sie es mich so sagen: Als Kinder hatten wir immer Poster von aufregenden Autos an unseren Wänden. Meine Freunde hängten einen Lamborghini Countach oder einen Ferrari auf. Bei mir aber musste es immer ein Porsche sein. Diese einfache Silhouette, dieses klare Design, das gefiel mit schon immer am besten, erst recht heute als Künstler. Und als ich 14 war, kaufte sich mein Vater dann wirklich einen 911. Da dachte ich mir: Viel besser wird’s nicht!

Und wenn Sie heute die Faszination Porsche beschreiben müssten – abgesehen vom Design?

Das lässt sich kaum in Worten ausdrücken. Oft sagt man ja, dass ein Auto über einen bestimmten Charakter verfügt. Bei einem Porsche steigst du ein und spürst sofort diese Verbindung. So wie beim 911 Carrera meines Vaters. Der hatte richtig Charakter. Es ist sehr schwer, dieses Gefühl zu beschreiben. Ich würde sagen, das ist etwas sehr, sehr Emotionales.

Sie fahren also selbst Porsche?

Fahren ja, in meiner Familie gibt es den einen oder anderen – ich selbst besitze allerdings noch keinen. Dabei wollte ich mir aber schon immer einen zulegen. Das ändert sich jetzt hoffentlich.

Mit dem Taycan?

(lacht) Vielleicht, vielleicht! Wir haben heute eine Testfahrt mit ihm gemacht. Junge, das Fahrzeug ist unglaublich. Ein Porsche durch und durch, auch wenn er elektrisch ist. Ich habe die ganze Zeit gekichert und gelacht vor Freude.

Gibt es eigentlich Gemeinsamkeiten zwischen einem Animationsfilm und einem Sportwagen?

In der Entstehung definitiv. So, wie die Autodesigner und die Ingenieure das Konzept des Fahrzeugs entwerfen, entwickeln wir für unseren Film ein Storyboard. Wir verfeinern dann nach und nach unsere Charaktere, die Ingenieure und die Designer perfektionieren das Auto. Wenn dann alles steht, geht es in die Produktion. Wie beim Autobau haben wir auch eine Art Produktionslinie: Zuerst wird der Shot gezeichnet, der geht dann ins Layout, anschließend zur Kamera und in die Animation, zum Schluss wird noch das Licht gesetzt. Das ist vielleicht weniger linear als in einer Autofabrik, aber wie dort arbeiten wir auch in einem großen Team. Und beides braucht gute drei bis fünf Jahre vom ersten Entwurf bis zum fertigen Produkt.

Dann hatten Sie ja genügend Zeit, dem Mission E im Film ein paar Agentenspecials zu verpassen, oder nicht?

Natürlich haben wir Rex’ Auto ein paar Features gegeben, die das echte Auto höchstwahrscheinlich nicht hat. Schließlich haben alle großen Agentenautos spezielle Funktionen. Die will ich jetzt aber nicht verraten, nur so viel: Rex kann seinen Mission E zum Beispiel über die Armbanduhr steuern.

Wie ist eigentlich das Verhältnis von Rex zu seinem Mission E? Ist das Auto einfach ein Agentenwerkzeug, oder gibt es diese besondere Verbindung, wie Sie sie im 911 Ihres Vaters gespürt haben?

Das werden Sie schon sehen. Ohne zu viel verraten zu wollen: Der Mission E ist mehr oder weniger das rollende Büro von Rex. Und andererseits ist er Rex’ Kumpel, quasi sein Partner auf allen Missionen.

Und was lernen die beiden Kumpel in Ihrem Film?

Dass es im Leben immer wieder Hindernisse zu bewältigen gibt, auch bei der besten Planung. Aber: Du kannst dein persönliches Abenteuer trotzdem leben. Auch wenn es vielleicht nicht ganz genau so ist, wie du es dir vorgestellt hast, kann es immer noch sehr erfüllend sein.

Sprich: So ein ungeplanter Umweg kann das Leben durchaus bereichern?

Genau. Wir sind das, was wir sind, aufgrund der Herausforderungen des Lebens. Und wenn wir sie bewältigen, gehen wir immer ein Stück stärker daraus hervor.